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Meine Anleitungen

Dienstag, 11. Januar 2011

Patentmaschen: Die zwei grundsätzlichen Arten sie zu stricken

Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Patentmuster, die ich aber alle noch einzeln vorstelle.

Patentmuster bauen auf 1re 1li auf wobei die rechten Maschen mindestens auf einer Seite mit einem Umschlag gestrickt werden.
Dafür gibt es zweierlei Techniken wie das gestrickt wird. Entweder mit Tieferstechen oder mit Umschlag. Beides zeig ich euch hier detailliert.

Zuerst zeig ich euch das Patent mit Tieferstechen

Die linke Masche ist ganz normal links gestrickt und wir sind in der Ausgangsposition für die rechte bzw. Patentmasche.


Nun stechen wir nicht in die Masche auf der Nadel, sondern in die bereits gestrickte direkt darunter.


Genauso wie für eine normale rechte Masche, aber eben in die darunter (deshalb die Bezeichnung Tieferstechen)


und holen ganz normal wie gewohnt den Faden für eine rechte Masche.


Durchgezogen haben wir nun auf jeder Nadel eine Masche.


Nun lassen wir die Masche von der linken Nadel heruntergleiten


die sich dabei auflöst und wir haben eine rechts gestrickte Masche, die wie doppelt ist. Sie besteht aus einer normalen rechten Masche und der aufgelösten Masche die nun als Querfaden einfach noch darüber liegt.

Et voilà, eine Patentmasche ist gestrickt.

Eine andere Variante ist das Patentstricken mit Umschlag

Ich selber bevorzuge diese Art. Einerseits läuft sie flüssiger, ich stricke nicht Maschen um sie wieder aufzulösen und andererseits für etwas kompliziertere Patentmuster wie das Netzpatent oder auch Zopfmuster in Patent die einzig mögliche Art diese überhaupt stricken zu können. Von daher empfehl ich euch diese Technik zu lernen und üben.

Für Patent mit Umschlag machen wir eigentlich Vorbereitung auf der Rückseite des Strickstückes. (Einzige Ausnahme ist das Vollpatent, da machen wir dies auf beiden Seiten)

Wir stricken die linken Maschen nicht sondern heben sie mit einem Umschlag nur ab.
Aber der Reihe nach.

Bitte beachtet nur die gerade aktuelle Masche. Lasst euch nicht verwirren, ich hab dummerweise hier ein Vollpatentmuster auf den Nadeln. *rotwerd*

Ich bin hier also direkt vor einer linken Masche. Nun nimmt man den Faden wie für eine linke Masche vor die Nadel


sticht in die Masche wie zum links stricken ein


aber strickt die Masche nicht, sondern lässt sie einfach von der linken auf die rechte Nadel gleiten. Dabei bildet sich von alleine der Umschlag.


Wir haben eine Masche mit Umschlag abgehoben.

Dann folgt eine ganz normal rechts gestrickte Masche. So wird im Wechsel *eine Masche mit Umschlag links abgehoben - eine Masche rechts gestrickt* bis die Rückreihe fertig ist.

Nun kommen wir zur Vorderseite.

Ich bin vor einer rechten Masche die von der Rückreihe her einen Umschlag hat.


Nun wie gewohnt für eine rechte Masche einstechen, der Umschlag wird automatisch mitgefasst.


Holen auf gewohnte Art und Weise den Faden


>

und lassen die Masche samt Umschlag von der linken Nadel gleiten.


Die Patentmasche ist fertig gestrickt.


Die nächste wird normal links gestrickt (bzw. mit Umschlag links abgehoben für Vollpatent).
Die ganze Vorreihe also im Wechsel *eine Masche zusammen mit dem Umschlag rechts - eine Masche links (bzw. mit Umschlag links abgehoben für Vollpatent)* stricken.

Wird in Runden gestrickt muss natürlich umgedacht werden, sowohl für die Tiefstechen-Methode als auch für die Umschlagmethode und zwar für die Rückreihen, da wir ja beim rund stricken immer auf der Vorderseite arbeiten.

Bei der Tieferstechen-Technik bedeutet es dass man aufpassen muss in welcher Reihe man sich befindet. Es gibt eine Runde mit Tieferstechen, eine ohne. Immer im Wechsel.

Mit Umschlägen Patent in Runden gestrickt bedeutet für die "Rückreihe" *eine Masche mit Umschlag links abheben, 1 Masche links* im Wechsel zu stricken.